Qualitätspolitik des Pflegedienstes
Die Qualitätspolitik des Pflegedienstes als fester Bestandteil der gesamten Führungstätigkeit richtet sich nach folgenden Grundsätzen:
- Marktorientierte Leistungen:
Die Qualitätsmerkmale unserer Leistungen werden nach den Bedürfnissen der Klienten ausgerichtet und müssen im Wettbewerb bestehen oder überlegen sein - Wirtschaftlichkeit der Leistungen:
Die Qualität ist nach wirtschaftlichen Grundsätzen für die Erbringung der Leistung und deren bestimmungsgemäße Nutzung festzulegen und zu sichern.
Pflegekonzept / Pflegemodell
Eine kompetente Pflegedurchführung basiert auf dem Erkennen und der Behandlung von menschlichen Reaktionen, auf bestehende potentielle Gesundheitsprobleme. Exaktes naturwissenschaftliches Denken, die Beherrschung sicherer Pflegetechniken als auch mitmenschliche Zuwendung, Beratung und Begleitung nehmen einen gleichwertigen Platz ein.
Qualitätssichernde Maßnahmen sind in der heutigen Altenpflege unumgänglich. Die systematische, patientenorientierte Pflegeplanung, im Sinne der Problemlösung wird immer wichtiger, da sich in dieser rasch wechselnden Welt bisherige Erfahrungen und feste Methoden schnell überholt sind.
Um der Weiterentwicklung des Pflegeprozesses zu einem vernetzten Denken individueller Pflege einen Rahmen zu geben, arbeiten unsere Pflegekräfte in einem Pflegekonzept mit einer klaren, umsetzbaren Pflegeplanung.
Inhalt der Pflegeplanung:
- Informationssammlung, (Aufnahmegespräch/Beobachtungen/biographische Daten/ärztliche Diagnosen)
- Erfassung von Problemen (= Defizite des Bewohners)
- Erfassung von Ressourcen
- Zielsetzung (Nah- und Fernziele)
- Planung der Pflegemaßnahmen
- Durchführung der Pflegemaßnahmen
- Beurteilung der Pflegemaßnahmen (= klare Dokumentation der Abläufe/Grundlage für den Austausch und die Absprache mit anderen Berufsgruppen: Ärzte, Krankenhauspersonal, Sozialarbeiter )
Unser Pflegemodell orientiert sich an der Pflegetheorie nach Dorothea Orem.
Schlüsselbegriffe in Dorothea Orems Pflegemodell sind:
- Selbstpflegeergebnisse
- Selbstpflegebedarf
- Selbstpflegekompetenz
- Selbstpflegedefizit
- Pflegekompetenz
Dorothea Orem, eine amerikanische Pflegewissenschaftlerin, geht von dem Grundgedanken aus, daß die Menschen eher aus freier Entscheidung zielgerichtet handeln, als das sie passiv auf äußere Reize reagieren. Erwachsene Menschen sorgen für sich selbst, können aber im Laufe ihres Lebens in Situationen geraten, in denen ihnen die Kraft zur Selbstfürsorge nicht ausreicht.
Wir sehen den Patienten als einen eigenverantwortlichen und selbständig handelnden Menschen und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, für das Wohl und die Gesundheit unserer pflegebedürftigen Mitmenschen in ihren eigenen „vier Wänden“ zu sorgen und sie bei ihren Aktivitäten zu unterstützen.
Jeder Patient trägt Eigenfürsorge und Eigenverantwortung für seinen Gesundungsprozeß und beteiligt sich in Selbstbestimmung, ggf. zusammen mit seinen Angehörigen, an der Pflege und den Behandlungsmaßnahmen.
Dadurch erhält er im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Teil der Eigenfürsorge zurück. Bei Abweichungen aufgrund einer Erkrankung oder einer Behinderung kann der Mensch seine notwendige Pflege nicht vollständig oder überhaupt nicht durchführen. In diesem Fall wird die Krankenpflege und Altenpflege aktiv und greift soweit unterstützend, begleitend, betreuend oder übernehmend ein, bis das Gleichgewicht der Eigenfürsorge des Patienten durch seine Selbstpflege und/oder durch Unterstützung von Angehörigen wieder hergestellt ist.



