Krankenpflege mit Klimaschutz
Was hat häusliche Krankenpflege mit dem globalen Klimawandel zu tun? Ganz einfach: Mobile Pflegedienste kommen in der Regel mit dem Automobil – und Autos stoßen Kohlendioxid (CO2) aus. Kohlendioxid gehört zu den so genannten Treibhausgasen, die als Hauptursache der allgemeinen Erwärmung und damit des Klimawandels gelten. Vermeiden können Pflegedienste solche Umweltbelastungen kaum. Schließlich können die Mitarbeiter nicht alle Hausbesuche zu Fuß, per Fahrrad oder wie in alten Zeiten mit dem Pferdefuhrwerk erledigen. Einem modernen Pflegedienst bleibt also gar nichts anderes übrig: Auch er trägt - wenn auch in vergleichsweise kleinem Maße – zum Klimawandel bei.
Der Senioren-Notruf ist sich dieses Zusammenhangs bewusst. Das in Hildesheim ansässige Unternehmen mit Niederlassungen in Hameln und Greene hat insgesamt elf Fahrzeuge im Einsatz. „Wir achten zwar bei der Anschaffung immer darauf, dass die Fahrzeuge möglichst schadstoffarm und sparsam im Verbrauch sind“, sagt Geschäftsführer Udo Greve. Doch trotzdem komme durch den täglichen Betrieb einiges an Treibhausgasemissionen zusammen.
Doch genauso wie Unternehmen durch ihre Aktivitäten dem Klima schaden, können sie auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – indem sie Projekte unterstützen, die zur Vermeidung und Einsparung und CO2-Emissionen beitragen. Vorreiter für solche Projekte ist in Deutschland die in Bonn ansässige Organisation atmosfair, die auch vom Umweltministerium unterstützt wird. Interessenten können sich von der Organisation ausrechnen lassen, wie hoch die Menge der schädlichen Klimagase ist, die sie bei Flugreisen oder auch durch die Autobenutzung verursachen. Auch der Senioren-Notruf hat sich seine Klimabilanz ausrechnen lassen. Ergebnis: Pro Jahr verbrauchen die Fahrzeuge des Pflegedienstes insgesamt rund 19 Tonnen CO2.
Parallel dazu rechnet atmosfair aus, wie viel Geld nötig ist, um die gleiche Schadstoffmenge anderswo einzusparen. Im Fall des Senioren-Notrufes sind dies 440 Euro. Diese Summe hat das Unternehmen als freiwilligen Klimaschutzbeitrag an atmosfair gespendet. Mit diesem Geld unterstützt die gemeinnützige Organisation Umweltprojekte in Entwicklungsländern, so zum Beispiel Solar- und Wasserkraftanlagen oder Energiesparprojekte. Alle diese Projekte werden von internationalen Umweltorganisationen kontrolliert.
Aufgrund seiner Spende hat der Senioren-Notruf ein Klimaschutz-Zertifikat für eingesparte Treibhausgasemissionen erhalten. Das Dokument sei vor allem aus einem Grund wichtig, meint Geschäftsführer Greve: „Es zeigt, dass auch kleine Unternehmen etwas für den Klimaschutz tun können.“




