Häufige Fragen
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Kosten & Förderung
Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für einen Notruf?
Bei einem anerkannten Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten eines Hausnotrufs – seit dem 1. April 2026 mit 27 Euro pro Monat (zuvor 25,50 Euro) plus einer einmaligen Installationspauschale von rund 10,49 Euro. Das gilt bereits ab Pflegegrad 1. Details lesen Sie im Ratgeber Kosten & Förderung.
Was kostet ein Hausnotruf im Monat?
Die Grundgebühr liegt je nach Anbieter meist zwischen 23 und 50 Euro monatlich; viele Basistarife orientieren sich am Pflegekassen-Zuschuss. Dazu kommen teils einmalige Anschlussgebühren (etwa 0–80 Euro) und optionale Extras wie Sturzsensor oder Schlüsseldepot. Mit Pflegegrad deckt der Zuschuss von 27 Euro die Grundleistung häufig fast vollständig.
Was kostet ein mobiler Notruf?
Mobile Notrufsysteme mit Notrufzentrale kosten meist 29 bis 39 Euro pro Monat inklusive SIM-Karte. Daneben gibt es Kaufgeräte (einmalig ab etwa 200 Euro) plus eigene SIM sowie Systeme mit Anrufkette zu Angehörigen im günstigeren Monatsabo. Achten Sie auf monatliche Kündbarkeit und transparente Gesamtkosten.
Zahlt die Krankenkasse den Hausnotruf?
In der Praxis nein: Zuständig ist die Pflegekasse, nicht die Krankenkasse – der Hausnotruf zählt zu den Pflegehilfsmitteln nach § 40 SGB XI. Ohne Pflegegrad bleibt der Notruf in der Regel eine private Ausgabe; bei geringem Einkommen kann im Einzelfall das Sozialamt unterstützen.
Was kostet ein Hausnotruf ohne Pflegegrad?
Ohne Pflegegrad tragen Sie die Kosten selbst – je nach Anbieter meist 23 bis 50 Euro im Monat plus einmalige Einrichtung. Tipp: Prüfen Sie, ob ein Pflegegrad infrage kommt. Schon Pflegegrad 1 genügt für den Zuschuss von 27 Euro monatlich, und der Antrag kostet nichts.
Bezuschusst die Pflegekasse auch einen mobilen Notruf?
Die Kasse zahlt in der Regel nur den Hausnotruf-Anteil von 27 Euro monatlich; die Mehrkosten für GPS und Mobilfunk bleiben Eigenanteil. Viele Anbieter mobiler Systeme rechnen den Zuschuss aber direkt an, sodass sich Ihr monatlicher Eigenanteil entsprechend reduziert. Fragen Sie gezielt danach.
Seniorennotruf
Gibt es einen Notruf, der direkt Angehörige alarmiert – ohne Notrufzentrale?
Ja. Neben dem klassischen Modell mit Leitstelle gibt es Systeme mit einer Anruf- und Nachrichtenkette: Ein Knopfdruck ruft nacheinander hinterlegte Kontakte an – zuerst die Familie, oft ergänzt um eine 24/7-Notrufzentrale als Rückhalt, falls niemand abnimmt. Auch die Stiftung Warentest bewertete 2024 eine Notrufuhr mit genau diesem Anrufketten-Prinzip am besten.
Was sagt die Stiftung Warentest zu Notrufsystemen?
Der letzte große Hausnotruf-Test stammt aus dem Jahr 2018: Keiner der neun Anbieter schnitt besser als „befriedigend“ ab, Testsieger war der ASB (Note 2,7). Im Februar 2024 veröffentlichte test.de zudem einen Notrufuhren-Test: Vier von sieben Uhren waren gut; am besten schnitt eine Uhr ab, die im Notfall eine Anrufkette zu den Angehörigen startet. Ein aktuellerer großer Hausnotruf-Test liegt bislang nicht vor.
Hausnotruf
Funktioniert ein Hausnotruf auch ohne Festnetzanschluss?
Ja. Viele moderne Basisstationen arbeiten wahlweise über das Mobilfunknetz und benötigen keinen Festnetzanschluss. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass eine Mobilfunk-Variante angeboten wird, falls bei Ihnen kein Festnetz vorhanden ist.
Wie beantrage ich den Pflegekassen-Zuschuss für den Hausnotruf?
Der Antrag ist unkompliziert: Er kann formlos bei der Pflegekasse gestellt werden, eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig. Voraussetzung sind ein anerkannter Pflegegrad (1–5) und ein Bedarf, etwa weil die Person überwiegend allein lebt. In der Praxis übernehmen die meisten Anbieter die Formalitäten und rechnen direkt mit der Kasse ab. Rechtsgrundlage ist § 40 SGB XI (Pflegehilfsmittel).
Worauf sollte ich bei der Vertragslaufzeit achten?
Bevorzugen Sie Angebote ohne Mindestlaufzeit oder mit monatlicher Kündbarkeit – das empfehlen auch Verbraucherschützer. So bleiben Sie flexibel, wenn sich die Lebenssituation ändert, etwa bei einem Umzug ins betreute Wohnen. Prüfen Sie außerdem Kündigungsfristen und ob Anschluss- oder Versandgebühren anfallen.
Mobiler Notruf
Was ist der Unterschied zwischen Hausnotruf und mobilem Notruf?
Der Hausnotruf schützt in den eigenen vier Wänden und im näheren Außenbereich (z. B. Garten). Der mobile Notruf funktioniert dagegen überall über das Mobilfunknetz und kann zusätzlich den Standort per GPS übermitteln – ideal für aktive Menschen, die viel unterwegs sind. Eine Gegenüberstellung finden Sie in unserem Vergleich.
Wie oft muss ein mobiler Notruf aufgeladen werden?
Je nach Gerät und Nutzung hält der Akku von einem bis zu mehreren Tagen. Bewährt hat sich eine feste Routine – zum Beispiel jeden Abend auf die Ladeschale, wie beim Handy. Gute Geräte warnen rechtzeitig, bevor der Akku zur Neige geht.
Notrufuhr
Notrufuhr oder klassischer Notrufknopf – was ist besser?
Entscheidend ist, was im Alltag wirklich getragen wird. Eine Notrufuhr sieht aus wie eine normale Armbanduhr und wird deshalb oft besser akzeptiert. Ein klassischer Knopf als Anhänger oder Armband ist dafür besonders einfach: ein Knopf, keine Menüs. Beide Varianten gibt es mit GPS und Sturzerkennung – vergleichen Sie in Ruhe.
Sturzsensor
Wie zuverlässig ist eine automatische Sturzerkennung?
Ein Sturzsensor erkennt typische Sturzbewegungen und löst auch dann einen Notruf aus, wenn die betroffene Person den Knopf nicht mehr selbst drücken kann. Die Technik ist heute weit entwickelt, arbeitet aber nicht zu 100 % fehlerfrei. Der Sturzsensor ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum manuellen Notrufknopf – kein vollständiger Ersatz.
Notrufzentrale
Was passiert, wenn ich den Notrufknopf drücke?
Je nach System meldet sich eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale über die Freisprechfunktion oder es startet eine Anrufkette zu Ihren Angehörigen. Die Zentrale klärt die Lage und verständigt – je nach Situation – Familie, Nachbarn, einen Pflegedienst oder den Rettungsdienst. Hinterlegte Informationen wie Vorerkrankungen oder ein Schlüsseldepot helfen, schnell richtig zu handeln.
Pflege & Pflegegrad
Wie beantrage ich einen Pflegegrad?
Der Antrag wird formlos bei der Pflegekasse gestellt (ein Anruf oder kurzes Schreiben genügt). Anschließend begutachtet der Medizinische Dienst die Selbstständigkeit im Alltag und die Kasse legt den Pflegegrad fest. Ab Pflegegrad 1 bestehen bereits Ansprüche – unter anderem auf den Hausnotruf-Zuschuss. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter Pflege & Pflegegrad.