Ein Notrufsystem ist überschaubarer, als viele befürchten. Die Kosten setzen sich meist aus einer monatlichen Grundgebühr, einer einmaligen Einrichtung und optionalen Zusatzleistungen wie einem Sturzsensor zusammen. Wie hoch sie ausfallen, hängt vor allem davon ab, ob Sie einen Hausnotruf für zuhause oder einen mobilen Notruf für unterwegs wählen – und welche Zuschüsse Sie in Anspruch nehmen können.

Preisübersicht

Was kostet ein Notrufsystem?

Typische Preisspannen für die gängigsten Leistungen – als erste Orientierung für Ihre Planung.

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Leistung Typische Kosten Hinweis
Hausnotruf (Basisstation + Notrufknopf) rund 23–50 € / Monat Monatliche Grundgebühr inkl. Anschluss an die Notrufzentrale
Einmalige Einrichtung / Anschluss oft 0–80 € einmalig Je nach Anbieter kostenfrei oder als Anschlussgebühr
Sturzsensor (Zusatzoption) ca. 5–15 € / Monat Automatischer Alarm bei erkanntem Sturz
Mobile Erweiterung / mobiler Notruf ca. 10–30 € / Monat zusätzlich Schutz auch außer Haus, meist mit GPS-Ortung

Angaben als übliche Marktspannen, Stand 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.

Entlastung

Zuschüsse & Förderung

Wer einen Pflegegrad hat, muss die Kosten in vielen Fällen nicht allein tragen. Diese Möglichkeiten sollten Sie kennen.

Zuschuss der Pflegekasse zum Hausnotruf: 27 € pro Monat

Der Hausnotruf zählt zu den anerkannten Pflegehilfsmitteln (§ 40 SGB XI). Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse seit dem 1. April 2026 genau 27 € pro Monat (zuvor 25,50 €) sowie eine einmalige Installationspauschale von rund 10,49 € – und das bereits ab Pflegegrad 1. Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig; der Antrag kann formlos gestellt werden, und die meisten Anbieter rechnen direkt mit der Kasse ab. Da der Betrag die Grundgebühr eines einfachen Hausnotrufs oft nahezu deckt, ist die Basisleistung in der Praxis häufig faktisch kostenfrei.

Und beim mobilen Notruf?

Für mobile Systeme zahlt die Pflegekasse in der Regel nur den Hausnotruf-Anteil von 27 €; die Mehrkosten für GPS-Ortung und Mobilfunk bleiben Eigenanteil. Viele Anbieter rechnen den Zuschuss jedoch direkt auf ihre mobilen Tarife an – fragen Sie gezielt danach. Ausführlich erklärt im Ratgeber Mobiler Notruf: Kosten & Zuschuss.

Pflegehilfsmittel-Pauschale

Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (etwa Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel) gibt es zusätzlich eine monatliche Pauschale. Sie betrifft nicht den Notruf selbst, kann Angehörige und Pflegebedürftige aber insgesamt spürbar entlasten. Die aktuelle Höhe erfahren Sie bei der Pflegekasse.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Für Umbauten, die das Wohnen sicherer machen (zum Beispiel barrierearme Anpassungen), können Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen infrage kommen. Ob und in welchem Umfang ein Notrufsystem hier berücksichtigt wird, hängt vom Einzelfall ab – lassen Sie sich vor einem Umbau bei der zuständigen Stelle beraten.

Einen Überblick, wie Pflegegrade und Leistungen zusammenhängen, finden Sie in unserem Bereich Pflege & Pflegegrad.

Ratgeber

Artikel zu Kosten & Förderung

Häufige Fragen

Fragen zu Kosten & Förderung

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für einen Notruf?

Bei einem anerkannten Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten eines Hausnotrufs – seit dem 1. April 2026 mit 27 Euro pro Monat (zuvor 25,50 Euro) plus einer einmaligen Installationspauschale von rund 10,49 Euro. Das gilt bereits ab Pflegegrad 1. Details lesen Sie im Ratgeber Kosten & Förderung.

Mehr dazu im Ratgeber

Was kostet ein Hausnotruf im Monat?

Die Grundgebühr liegt je nach Anbieter meist zwischen 23 und 50 Euro monatlich; viele Basistarife orientieren sich am Pflegekassen-Zuschuss. Dazu kommen teils einmalige Anschlussgebühren (etwa 0–80 Euro) und optionale Extras wie Sturzsensor oder Schlüsseldepot. Mit Pflegegrad deckt der Zuschuss von 27 Euro die Grundleistung häufig fast vollständig.

Mehr dazu im Ratgeber

Was kostet ein mobiler Notruf?

Mobile Notrufsysteme mit Notrufzentrale kosten meist 29 bis 39 Euro pro Monat inklusive SIM-Karte. Daneben gibt es Kaufgeräte (einmalig ab etwa 200 Euro) plus eigene SIM sowie Systeme mit Anrufkette zu Angehörigen im günstigeren Monatsabo. Achten Sie auf monatliche Kündbarkeit und transparente Gesamtkosten.

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Zahlt die Krankenkasse den Hausnotruf?

In der Praxis nein: Zuständig ist die Pflegekasse, nicht die Krankenkasse – der Hausnotruf zählt zu den Pflegehilfsmitteln nach § 40 SGB XI. Ohne Pflegegrad bleibt der Notruf in der Regel eine private Ausgabe; bei geringem Einkommen kann im Einzelfall das Sozialamt unterstützen.

Mehr dazu im Ratgeber

Was kostet ein Hausnotruf ohne Pflegegrad?

Ohne Pflegegrad tragen Sie die Kosten selbst – je nach Anbieter meist 23 bis 50 Euro im Monat plus einmalige Einrichtung. Tipp: Prüfen Sie, ob ein Pflegegrad infrage kommt. Schon Pflegegrad 1 genügt für den Zuschuss von 27 Euro monatlich, und der Antrag kostet nichts.

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Bezuschusst die Pflegekasse auch einen mobilen Notruf?

Die Kasse zahlt in der Regel nur den Hausnotruf-Anteil von 27 Euro monatlich; die Mehrkosten für GPS und Mobilfunk bleiben Eigenanteil. Viele Anbieter mobiler Systeme rechnen den Zuschuss aber direkt an, sodass sich Ihr monatlicher Eigenanteil entsprechend reduziert. Fragen Sie gezielt danach.

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